Im Iran werden wegen der jüngsten Proteste gegen die Regierung zwei Männer hingerichtet
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Der Iran hat zwei Männer hingerichtet, denen Aufruhr bei den jüngsten Protesten gegen die Regierung vorgeworfen wurde. Menschenrechtsgruppen berichteten, dass es sich bei ihnen um kurdische politische Gefangene handelte, die heimlich hingerichtet wurden.
Die staatsnahe Nachrichtenagentur Mizan nannte die Männer Mehrdad Mohammadiniya und Ashkan Maliki.
Mizan sagte, die beiden seien die „Hauptorganisatoren“ hinter dem Brand der Jafari-Moschee im Teheraner Stadtteil Gisha gewesen.
Die Agentur berichtete, dass sie am Montagmorgen hingerichtet wurden, nachdem ihre Todesurteile vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden waren. Sie wurden außerdem wegen Zerstörung von Staatseigentum, Zusammenstößen mit Sicherheitskräften und Blockaden von Straßen verurteilt.
Weder Mizan noch andere staatliche Medien machten Angaben zu den Haftbedingungen oder den Gerichtsverfahren.
Die in Oslo ansässige Hengaw-Organisation für Menschenrechte sagte jedoch, die beiden Männer seien kurdische politische Gefangene.
Hengaw sagte, die Hinrichtungen seien im Geheimen durchgeführt worden und beiden Männern sei ein letztes Treffen mit ihren Familien vor ihrer Hinrichtung verweigert worden.
Die Hinrichtungen stehen im Zusammenhang mit weit verbreiteten Unruhen, die im Dezember 2025 wegen wirtschaftlicher Missstände begannen, bevor sie schnell zu größeren Demonstrationen eskalierten, die ein Ende der geistlichen Herrschaft im Iran forderten.
Sicherheitskräfte reagierten auf die Proteste mit gewaltsamem Vorgehen. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass mindestens 7.000 Menschen getötet wurden, warnen jedoch, dass die tatsächliche Zahl wahrscheinlich höher sein dürfte.
Hunderte Menschen, die während der Unruhen festgenommen wurden, bleiben wegen Sicherheitsvorwürfen in iranischen Gefängnissen. Aktivisten befürchten, dass vielen von ihnen auch die Todesstrafe drohen könnte.
Der Iran hat eine der weltweit höchsten Todesstrafenraten.
Nach Angaben von Iran Human Rights mit Sitz in Norwegen und Together Against the Death Penalty (ECPM) mit Sitz in Paris wurden im Jahr 2025 mindestens 1.639 Menschen, darunter 48 Frauen, im Land hingerichtet.



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