UN-Arbeitsgremium verhandelt globale Standards für Gig-Arbeiter
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Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat in Genf mit den letzten Verhandlungen begonnen, um die ersten rechtsverbindlichen globalen Regeln zum Schutz von Arbeitnehmern auf digitalen Plattformen festzulegen.
Bei den Gesprächen, die am 1. Juni begannen, geht es darum, ob Grundrechte wie Mindestlohn, Gesundheitsversorgung und Krankenurlaub für alle gelten sollten, die an digitalen Apps arbeiten.
Die UN-Agentur hofft, nach ersten Gesprächen im letzten Jahr bis Ende nächster Woche eine Einigung über die verbindlichen Regeln und Empfehlungen zu erzielen.
Jede endgültige Entscheidung bedarf der gemeinsamen Zustimmung von Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern.
Lena Simet, eine Vertreterin von Human Rights Watch, sagte, dass Länder wie die USA, China, Argentinien und Indien einen weniger verbindlichen Ansatz unterstützen.
Im Gegensatz dazu drängen die Europäische Union, Brasilien und Mexiko auf einen stärkeren Arbeitsschutz.
Menschenrechtsaktivisten und Gewerkschaften argumentieren, dass die Einstufung von Arbeitnehmern als Selbstständige es Unternehmen ermöglicht, Mindestlohnanforderungen und andere Sozialversicherungsbeiträge zu vermeiden.
Die Internationale Arbeitgeberorganisation, die rund 50 Millionen Unternehmen weltweit vertritt, und die Fahrdienstleister Uber fordern jedoch, dass der Rahmen flexibel und an nationale Gegebenheiten anpassbar sei.
Umgekehrt besteht der Internationale Gewerkschaftsbund auf einer rechtsverbindlichen globalen Konvention zur Sicherung der Arbeitnehmerrechte.



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