Inhaftierter aserbaidschanischer Journalist verweigert Besuch der 82-jährigen Mutter
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Die Familie des inhaftierten aserbaidschanischen Medienexperten Alasgar Mammadli sagt, die Gefängnisbehörden in Baku hätten ihm den Besuch seiner 82-jährigen Mutter verweigert.
Herr Mammadli, der Mitbegründer des unabhängigen Online-Nachrichtensenders Toplum TV, sitzt seit 26 Monaten in Untersuchungshaft, weil seine Unterstützer behaupten, er sei politisch motiviert.
Seine Frau Gunay Mammadli schrieb in den sozialen Medien, dass seine ältere Mutter und seine an Krebs erkrankte Schwester mehr als 400 Kilometer (250 Meilen) zur Baku-Haftanstalt gefahren seien, um ihn zu sehen.
Sie sagte, sie seien gezwungen gewesen, die Rückreise mit leeren Händen anzutreten, nachdem sie fast vier Stunden vor der Einrichtung gewartet hätten.
„Was ist der Zweck, einem Mann die minimale moralische Unterstützung seiner Familie zu entziehen?“ Frau Mammadli schrieb und warnte, dass die Entscheidung den sich verschlechternden Gesundheitszustand ihres Mannes weiter schädigen würde.
Die aserbaidschanischen Behörden haben den konkreten Vorfall nicht kommentiert.
Familien inhaftierter oppositioneller Journalisten und Aktivisten der Zivilgesellschaft in Aserbaidschan haben sich wiederholt über strenge Besuchsbeschränkungen beschwert. Sie sagen, Meetings seien hinter Glasscheiben eingeschränkt, Besuche würden sich um Stunden verzögern und Telefongespräche würden abrupt unterbrochen.
Der Strafvollzugsdienst des Landes hat diese Behauptungen zuvor zurückgewiesen und darauf bestanden, dass alle Häftlinge in strikter Übereinstimmung mit dem Gesetz behandelt werden.
Herr Mammadli wurde im März 2024 zusammen mit etwa zehn weiteren Journalisten und Aktivisten verhaftet, die mit Toplum TV und der Plattform der Dritten Republik, einer Oppositionsgruppe, in Verbindung stehen.
Den Festgenommenen wurde zunächst Schmuggel vorgeworfen, später wurden die Anklagepunkte jedoch auf Geldwäsche, illegales Unternehmertum und Steuerhinterziehung ausgeweitet.
Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu zwölf Jahre Gefängnis. Alle Angeklagten bestreiten die Vorwürfe und geben an, dass sie wegen ihres unabhängigen Journalismus und ihres politischen Aktivismus ins Visier genommen werden.



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