Inhaftierte aserbaidschanische Aktivisten erklären den Tag der politischen Gefangenen
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Eine Gruppe inhaftierter aserbaidschanischer Journalisten und Bürgerrechtler hat den 18. November zum Nationalfeiertag erklärt, um an die Notlage der politischen Gefangenen zu erinnern.
Das Datum markiert den Jahrestag des Todes von Faina Kunqurova, einer politischen Aktivistin, die 2007 im Alter von 33 Jahren während eines Hungerstreiks im Gefängnis starb. Sie wird von einheimischen Aktivisten weithin als die erste weibliche politische Gefangene des Landes unter der aktuellen Regierung angesehen.
In einer gemeinsamen Erklärung der unabhängigen Medien Toplum TV und Meydan TV kritisierten die 28 Unterzeichner die 30-jährige Herrschaft der Familie Aliyev und argumentierten, dass die bürgerlichen Freiheiten erheblich beeinträchtigt worden seien.
„Die derzeitige autoritäre Regierung hat alle politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Freiheiten völlig eingeschränkt, den politischen Wettbewerb erstickt und Medien und zivilgesellschaftliche Institutionen vollständig zerstört“, heißt es in der Erklärung.
Die Gruppe rief die aserbaidschanische Öffentlichkeit und die internationale Gemeinschaft auf, diesen Tag ab dem 18. November 2026 jährlich zu begehen und Kunqurovas Grab zu besuchen, um ihr Andenken zu ehren.
Zu den Häftlingen hinter der Erklärung gehören die prominenten unabhängigen Journalisten Sevinc Vaqifqizi und Ulvi Hasanli sowie Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft Akif Qurbanov und Ruslan Izzatli. Viele der Unterzeichner wurden während der jüngsten Razzien der Regierung gegen unabhängige Medienplattformen, darunter Abzas Media und Toplum TV, festgenommen.
Die Union für die Freiheit politischer Gefangener in Aserbaidschan, eine örtliche Überwachungsgruppe, schätzte im Mai, dass es im Land 328 politische Gefangene gebe, darunter neun Journalistinnen.
Aserbaidschanische Beamte bestreiten stets die Inhaftierung politischer Gefangener und behaupten, dass jeder Inhaftierte wegen spezifischer Straftaten angeklagt worden sei und dass niemand wegen seiner politischen Aktivitäten oder journalistischen Arbeit ins Visier genommen werde.



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